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Hannover Sehenswürdigkeiten

Das Neue Rathaus, der Maschsee oder das Opernhaus - auf dieser Seite finden Sie eine kleine Auswahl an interessanten Sehenswürdigkeiten in Hannover. Weitere Informationen zu Hannover Sehenswürdigkeiten finden Sie in unseren Reiseinformationen oder in unserer Rubrik Hannover Bilder.


© Hannover Tourismus / Hannover

Flohmarkt

Schlendern, Schauen und Feilschen – jeden Samstag zwischen 07:00 – 16:00 Uhr tummeln sich entlang dem Leineufer vor der Kulisse des Leineschlosses (wie die Heimat des Niedersächsischen Landtages offiziell heißt) und Niki-de-Saint-Phalle’s korpulenten Nana-Figuren die Anbieter von Kunst und Kitsch aller Art. Die Stände sind qualitativ jedoch wertvoll und locken mit ihren Kuriositäten sogar Bummler aus Belgien, Holland und den benachbarten Bundesländern an die Leine – wer das Warenangebot nicht einhält, muss mit einem längeren Standverbot rechnen. Hervorzuheben sind insbesondere die vielen Kostbarkeiten im „Vintage“-Stil, die so manches Sammlerherz höher schlagen lassen und die ein oder andere Wohnungseinrichtung aufpeppen. Man wird ebenso fündig, wenn man sich für Vinyl, alte Werbeplaketten und US-Nummernschilder begeistert. Weitere Sehenswürdigkeiten in Hannover finden Sie hier.

© Birgit / PIXELIO

Kröpcke

Die Hannoveraner bezeichnen mit „Kröpcke“ die platzähnliche Straßenkreuzung von Georgstraße, Karmarschstraße, Bahnhofstraße und Rathenaustraße. Da diese Schnittstelle mitten im Fußgängerzentrum liegt, ist sie beliebter Treff- und Kommunikationspunkt, und das bereits seit über 100 Jahren. Als Anreiz für diese Treffpunkt-Funktion dient seit jeher eine, ehemals mit einer Wetterstation ausgestattete, Reklame-Uhr. Seit 1977 ist auch wieder die schmucke Optik der Originaluhr zu bewundern, nachdem die Stadtbevölkerung in der Nachkriegszeit vorerst mit einem weniger repräsentativen Modell Vorlieb nehmen musste. Unterirdisch laufen hier überdies alle wichtigen U-Bahn Verbindungen der Stadt zusammen. Zu seinem Namen gekommen ist dieser Platz durch den Oberkellner Wilhelm Kröpcke, der 1885 das Café übernommen hat, das sich seit 1869 an der Kreuzung befindet. Heute schlemmt der Hannover-Besucher hier im Mövenpick-Café beim Brunch oder genießt einen der legendären Eisbecher.

© D. Steiner/Pixelio

Neues Rathaus

Auch wenn Hannover ein feudales, mittelalterliches Rathaus mit einer beeindruckenden Giebelfassade aus rotem Backstein besitzt, so ist doch das „Neue“ Rathaus, das als eine Art Wahrzeichen unzählige Panoramen und Ansichten der Leinestadt ziert, das eigentlich Prominente. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertig gestellt, verzaubert es als wilhelminischer, schlossähnlicher Prachtbau aus diversen Perspektiven das Auge des Betrachters. Malerisch gelegen ist es zudem im romantischen Maschpark am Nordufer des Maschsees. Möchte man etwas Einzigartiges erleben, dann steigt man in den Aufzug, der einen zu der knapp 100m hohen Aussichtsplattform in der Kuppel befördert. Dieser Fahrstuhl verläuft bogenförmig in einem Winkel von bis zu 17°. Er folgt dabei parabelähnlich dem Verlauf der Kuppel – eine Konstruktion, die in dieser Form sonst nirgendwo in Europa zu finden ist.

© Zoo Hannover

Erlebnis-Zoo

Im Rahmen eines Hannover–Besuchs lässt man sich keinesfalls Europas Erlebnis-Zoo Nummer 1 entgehen – Deutschlands spektakulären Tierpark mit über einer Million Gästen pro Jahr. Hier sind Sie zu Gast in der faszinierenden Welt der Tiere. Staunen Sie los und entdecken Sie ca. 2.000 “tierische” Bewohner in einzigartigen und mit viel Liebe zum Detail gestalteten Erlebniswelten: in der afrikanischen Flusslandschaft Sambesi, im prächtigen Dschungelpalast, auf dem imposanten Gorillaberg, dem urigen Meyers Hof und Helme Heines Kinderland „Mullewapp“. Der Erlebnis-Zoo Hannover ist ein Paradies für Tiere und ein unvergessliches Erlebnis für Erwachsene und Kinder.
Erlebnis-Zoo Hannover

© Birgit / PIXELIO

Herrenhäuser Gärten

Die weitläufige Anlage setzt sich zusammen aus dem barocken „Großen Garten“, dem Landschaftspark „Georgengarten“ und dem ältesten botanischen Schaugarten Deutschlands, dem „Berggarten“, in dem sich ungefähr 11.000 verschiedene Pflanzen bewundern lassen. Das gesamte Areal gilt als eine der schönsten Parkanlagen Europas. Begonnen wurde mit dem Bau des heute ca. 50 Hektar großen Barockgartens im Jahr 1638. Herzog Georg von Calenberg hatte ihn damals als kleinen Ziergarten in Auftrag gegeben. Im Laufe des Jahrhunderts ist die Anlage durch verschiedene Auftraggeber –darunter Herzog Ernst August- zu einem ausgedehnten Lustgarten mit labyrinthartigen Hecken, Wasserspielen und in detailreichen Broderiemustern angelegten Beeten erweitert worden. Höhepunkt ist die im Jahr 2003 nach den Plänen der Künstlerin Niki de Saint Phalle neu ausgestattete Grotte. Prächtig bunt, liebevoll verspielt und bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sind die drei mit Mosaik ausgekleideten Räume. Der nach König Georg IV von England und Hannover benannte Georgengarten ist 1835 nach englischem Vorbild angelegt worden und ist bei Sonntagsausflüglern und Studenten der nahe gelegenen Leibnizuniversität zum Flanieren und Entspannen beliebt. Hier werden im Frühsommer und Herbst Gartenfestivals, angelehnt an den britischen Stil, ausgetragen. Die vielen Kleinkunstpavillons und Darbietungen fügen sich wunderschön in die Szenerie des Gartens, so dass ein Besuch zum wahren Augenschmaus wird. Ein kleines Schmankerl zum Schluss: Als Austragungsort internationaler Feuerwerkswettbewerbe sind die Gärten schon seit 1991 weit über die Bundesgrenzen hinaus bekannt.

© Hannover Messe

Messegelände

Das mit 27 Hallen und 496.000 m² überdachter Fläche größte Messegelände der Welt im Süden der Landeshauptstadt ist jährlich Ausrichtungsort bedeutender Großmessen. Als Aushängeschilder gelten die seit 1986 eigenständige Computerfachmesse CeBIT und die traditionelle Hannover Messe, die ihre Geburtsstunde bereits im Jahr 1947 verzeichnet und heute immer noch als Leitmesse der Industrie gilt. Seitdem das Messegelände im Jahr 2000 die Weltausstellung EXPO beherbergt hat, ist es um einige interessante, architektonisch reizvolle Bauten reicher geworden. Sehenswert ist beispielsweise das von deutscher Ingenieurshand aus Schwarzwälder Weißtannen erbaute größte freitragende Holzdach der Welt, das nun einige der Messepavillons überdacht. Oder aber die „Exponale“, eine außergewöhnlich breite und lange Fußgängerbrücke, die das alte Messegelände mit dem für die EXPO neu angelegten Areal verbindet. Viele der EXPO-Länderpavillons sind auf diesem frei zugänglichen Gelände noch immer erhalten und werden teilweise für Gastronomie und als Gewerberaum genutzt. Hier befindet sich außerdem seit April 2000 die TUI Arena mit einem Fassungsvermögen von bis zu 14.000 Plätzen, in der diverse Großveranstaltungen ausgetragen werden.
Deutsche Messe

© Axel Hindemith / Wikipedia

Maschsee

Dieser „See“ wurde in den 30er Jahren als Nazi-Propaganda-Projekt künstlich angelegt und bot derzeit im Rahmen des NSDAP Arbeitsbeschaffungsprogramms für bis zu 1650 Menschen eine Beschäftigung. Insgesamt 780.000 m³ Boden wurden für das Seebecken ausgehoben. Was dem heutigen Besucher verborgen bleibt, ist ein riesiges Hakenkreuz, das auf dem Grund des Sees eingearbeitet ist. Heute ist der Maschsee ein beliebtes Naherholungsgebiet inmitten des Stadtgebietes, das zahlreiche Wassersportarten ermöglicht und sich mit einer Länge von 2,4 km vom Neuen Rathaus bis ins grüne Ricklingen erstreckt. Der 6 km lange Rundweg um den See ist bei Inline-Skatern, Läufern, Radfahrern und Spaziergängern gleichermaßen beliebt. Am Westufer befindet sich der Sportpark, der das Bundesleistungszentrum Nord, den Olympiastützpunkt Niedersachsens, sowie die AWD-Arena, Heimat des Erstligisten Hannover 96, beherbergt. Jedes Jahr Ende Juli bis August lockt die Promenade am Nordufer mit Musik, Gaumenfreuden und allerlei Kleinkunst bis zu 2 Millionen Besucher zum dreiwöchigen Maschseefest.

© special4kd / PIXELIO

Opernhaus

Dieses bei einem alliierten Luftangriff 1943 fast völlig zerstörte spätklassizistische Gebäude aus dem Jahr 1852 konnte nach seinem Wiederaufbau in historischem Stil 1950 den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Teile des Interieurs, so z.B. die Foyerräume, sind seit dem im Stil der Nachkriegsmoderne gestaltet. Die erste Opernaufführung war die Hochzeit des Figaro von Mozart am 5. September 1852. Seit 1921 ist die Oper eine städtische Bühne, nachdem sie u.a. erst als königliches Hoftheater und später als Preußisches Staatstheater geführt wurde. An der Südseite des Opernhauses erstreckt sich der 7.400 qm große Opernplatz. Die Größe und zentrale Lage des Platzes machen ihn zum idealen Ort für Großveranstaltungen. Er ist unmittelbar an der Georgstraße gelegen – Hannover’s chicer Einkaufsstraße mit vielen edlen Boutiquen und Bars. Zur Linken, am Nordrand des Opernplatzes befindet sich das enercity® expo Café, ein moderner Glasbau, in dessen Obergeschoss sich das Kundencenter der Stadtwerke Hannover befindet. Die Bar im Erdgeschoss bietet bei schönem Wetter einen großen Außenbereich mit Blick auf das Opernhaus. Darüber hinaus gibt es regelmäßig ein Abendprogramm mit Veranstaltungen aus Kultur und Infotainment.

© AxelHH Wikimedia Commons

Niki-de-Saint-Phalle-Promenade

Ehemals bekannt als „Passerelle“, galt diese unterirdisch verlaufende zweite Ebene der Strecke zwischen Raschplatz, Hauptbahnhof und Kröpcke eher als eine der No-go-Zonen der Stadt – verschrien als unansehnlicher Schandfleck, an dem man sich nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht aufhält. Zur ansehnlichen Einkaufsmeile mit ansprechenden Ladenfronten und architektonischer Finesse hat sich diese Passage allerdings in den letzten Jahren gemausert. Seit Beendigung der umfangreichen Renovierungsarbeiten im Frühjahr 2006 bereichert die 650 m lange Strecke nun das Hannoveraner Stadtbild. Eine Vielfalt an kleinen, individuellen Boutiquen, Shops und Imbissläden bietet die nach der französischen Künstlerin und Ehrenbürgerin der Stadt Niki de Saint Phalle benannte Flaniermeile ihren Besuchern.